24.02.2026
herzlich laden wir Sie zu unserer Online-Konferenz „Der Umgang mit den Toten – eine Frage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit und der Menschenwürde“ ein, die am 15. April 2026 von 14:30 bis 17:00 Uhr und von 18:00 bis 20:00 Uhr (MESZ) als gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Kommission Justitia et Pax, des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen und Renovabis stattfindet.
Bedeutung des Themas
Ein angemessener Umgang mit den Toten ist untrennbar mit der Achtung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit verbunden. Religiöse Gemeinschaften bieten Räume der Trauer und des Gedenkens, gestalten Rituale wie Bestattungen und Gedenkfeiern und zeigen Deutungsmuster auf, die helfen, Tod und Verlust zu verstehen und damit umzugehen.
Diese zentralen Aspekte religiösen Lebens werden jedoch weltweit in verschiedenen Kontexten eingeschränkt oder sogar gezielt verletzt: Aufgrund von Hass auf religiöse Minderheiten sowie im Kontext von Krieg und autoritärer Herrschaft werden Gräber und Friedhöfe immer wieder geschändet oder zerstört. Tote werden verschwunden gelassen und misshandelt. Gleichzeitig wird Bestattungsgesetzgebung häufig so ausgestaltet, dass es religiösen Minderheiten nicht möglich ist, Bestattungsrituale nach ihren religiösen Vorstellungen durchzuführen. Im Kontext von Flucht und Migration fehlt oft noch das Bewusstsein für die Bedeutung eines religionssensiblen Umgangs mit den Toten.
Ziele der Konferenz
Die Online-Konferenz bietet einen systematischen Überblick über Herausforderungen und Verletzungen der Religions- und Glaubensfreiheit im Zusammenhang mit Tod und der Würdigung der Verstorbenen – anhand konkreter Beispiele aus unterschiedlichen Ländern (Iran, Aserbaidschan, Sri Lanka, Italien und Deutschland). Im Mittelpunkt steht die Frage, welche weitreichenden Folgen diese Herausforderungen und Verletzungen für trauernde Angehörige, betroffene Gemeinschaften und die Gesellschaft als Ganze haben.
Im Anschluss werden praxisorientierte Lösungsansätze diskutiert: Wie können Politik, zivilgesellschaftliche Akteure, Religionsgemeinschaften und internationale Organisationen gemeinsam dazu beitragen, dieses grundlegende Menschenrecht wirksam zu schützen?
Mitwirkende und Referentinnen/Referenten An der Konferenz wirken international ausgewiesene Expertinnen und Experten sowie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger mit, unter anderem:
• Prof. Dr. Nazila Ghanea, UN-Sonderberichterstatterin für Religions- und Weltanschauungsfreiheit
• Thomas Rachel, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit
• Lamya Kaddor, MdB, Religionsbeauftragte der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
• Prof. Dr. Michelle Becka, Deutsche Kommission Justitia et Pax
• Weitere Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter betroffener Gemeinschaften und zivilgesellschaftlicher Organisationen
Konferenzsprache Die Tagung findet in Deutsch und Englisch mit entsprechender Übersetzung statt.
Ihre Teilnahme
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an der Konferenz teilnehmen. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link: Online-Konferenz:
https://www.missio-hilft.de/informieren/wofuer-wir-uns-einsetzen/religionsfreiheit/online/
Programm und das Programm auf englisch